Dienstag, 10. Mai 2011

Wochenmärkte auf Mallorca



Wie ja vermutlich jeder weiß, ist Mallorca eine Insel, die durch ihr Klima und ihre Landschaft besticht. Gerade bei Deutschen ist Mallorca sehr beliebt. Viele Touristen suchen sich eine Ferienwohnung Mallorca.

Doch es gibt auch andere Dinge, neben Landschaft und Klima, die nicht ganz so bekannt sind,Mallorca aber gerade deswegen noch interessanter machen. Das sind die so genannten Wochenmärkte.

Es gibt nicht einen Tag in der Woche, an dem nicht irgendwo auf Mallorca einer dieser beliebten und interessanten Wochenmärkte stattfindet.
Nicht nur die zahlreichen und meist günstigen Angebote machen die Besuche solcher Wochenmärkte lohnenswert. Auf solchen Wochenmärkten bekommt man auch noch die typisch mallorquinische Lebensweise mit.
Hier wird unter den einheimischen gefeilscht, gehandelt und diskutiert, wer denn nun die bessere Ware verkauft. Ein wirklich tolles Erlebnis, jedoch nicht für Langschläfer. Die meisten Märkte schließen gegen 14 Uhr. Wer jedoch den wirklich einheimischen Flair mitbekommen und aus dem kompletten Angebot schöpfen möchte, sollte die Märkte am frühen Vormittag besuchen.

Ich habe einmal um einen groben Überblick zu schaffen, die sehenswertesten Wochenmärkte mit den interessantesten Angeboten zusammengefasst.

Am Montag finden Märkte in Llucmajor, Caimari, Lloret, Manacor, Montuiri und in Calvia statt. Der Markt in Calvia ist jedoch der, der sich am meisten lohnt.
Calvia hat ca. 2500 Einwohner und liegt im Westen Mallorcas. Die Stadt ist gut per Auto zu erreichen.
Auf dem Wochenmarkt lassen sich besonders gut Schuhe, Bekleidung und Lebensmittel aller Art einkaufen. Wenn man in der Nähe wohnt, lohnt sich ein Trip.

Am Dienstag finden mehrere kleine Wochenmaerkte in Arta, Alcudia, Campanet, Santa Margalida , Llubi, Porreres statt.

Am Mittwoch ist der Wochenmarkt von Sineu eine kleine Reise wert. Der Markt, der jeden Mittwoch stattfindet hat eine 700 jährige Tradition.
Auch für die Einheimischen ist dieser Markt noch etwas Besonderes und gilt als Bauernmarkt, da hier noch lebende Tiere wie Schweine, Enten und Ziegen verkauft werden. Da dieser Markt wirklich ein Erlebnis ist, lockt er auch jeden Mittwoch viele Touristen an. Wer das Spektakel etwas intimer erleben möchte, sollte den Markt am besten gegen 8 Uhr besuchen
Weitere Märkte am Mittwoch finden Sie in Andratx, Capdepera, Petra, Port de Pollenca, Pont d'Inca, Selva, Vilafranca, Colonia de Sant Jordi ( am Nachmittag), Santanyi.

Am Donnerstag ereignet sich der Wochenmarkt in Inca.
Inca hat ca. 25.000 Einwohner und ist somit die drittgrößte Stadt Mallorcas.
Inca ist gut per Auto, Zug oder Bus erreichbar.
Der Markt zieht sich durch die Altstadt Incas. Hier gibt es so ziemlich alles, was aus Leder hergestellt wird, da in Inca viele Lederfabriken ansässig sind.
Neben Taschen, Schuhen und anderen Lederartikeln finden Sie auf Incas Donnerstagsmarkt Gewürze, Kräuter, Weine und viele andere mallorquinische Produkte. Da der Wochenmarkt von Jahr zu Jahr auch mehr Touristen anlockt werden auf dem Donnerstag-Markt mittlerweile sehr viel billige Touristenwaren wie Spielzeug und Elektrogeräte angeboten.

Am Freitag gibt es einen Markt in Son Ferrer (im Südwesten der Insel), welcher in typisch südeuropäischer Art erscheint. Hier wird viel Obst, Gemüse und Fleisch angeboten. Die Verkäufer sind freundlich und herzlich.

Der Samstag ist der Tag für Flohmarkt-Fans. Sowohl in Magaluf, als auch in Palma gibt es am Vormittag Flohmärkte. Hier findet man fast alles, was man aus zweiter Hand noch gebrauchen kann, sowie viele Antiquitäten.

Am Sonntag findet man Wochenmärkte in Santa Maria, Felanitx, Llucmajor, Muro, Pollenca, Porto Cristo, Sa Pobla, Santa Maria, Valldemossa, die in üblich spanischer Manier erscheinen.

Falls Sie eine ganze Woche Urlaub Mallorca verbringen sollten, haben Sie genug Zeit einige dieser beeindruckenden Märkte zu besuchen.

Auf folgender Seite haben Sie einen Überblick über alle Wochenmärkte auf Mallorca. 

Freitag, 25. März 2011

Strände Mallorcas

Mallorca ist das Lieblings-Reiseziel der Deutschen und das nicht ohne Grund!
Viele machen immer noch den Fehler und sehen in Mallorca nur die Partyinsel der Jungendlichen und denken Mallorca hat nicht mehr zu bieten als Schlagermusik, Diskos und viele betrunkene Touristen. Dochd as ist falsch. Mallorca besitzt unzählige Strände und Buchten, Häfen und Städte und auch vorzügliche Restaurants.
Ein Highlight das Mallorca zu bieten hat und das unter den Deutschen relativ unbekannt ist, ist der Strand „Es Trenc“. Dieser Bilderbuchstrand zählt nicht umsonst zu den Top 10 Stränden der Welt und als einer der Besten Europas. Der Strand besteht aus weißen, feinkörnigen Sand und das Wasser strahlt in einem faszinierenden türkisen Farbton. Hinzu kommt noch die angenehme Wassertemperatur. Im April herrscht hier schon Sommer!

Wer einsame Buchten bevorzugt, sollte unbedingt die Bucht „Carlo des Marmols“ besuchen und dort die Seele baumeln lassen.Inmitten großer Felsen befindet sich ein kleiner Sandstrand, der ebenfalls sehr schönen Sand und ein knallig türkises Wasser bietet. Eine gleichermaßen zu empfehlende Bucht ist die „Cala de sa Comuna“.
Doch nicht nur wegen der schönen Strände lohnt es sich seinen Mallorca Urlaub zu buchen. Wer sich gerne sportlich betätigen möchte kommt auch voll auf seine Kosten. Sehr zu empfehlen ist zum Beispiel sich ein Fahrrad zu mieten und durch die Berge Mallorcas zu fahren. Im April finden auf Mallorca auch zwei große Sportevents statt.Zum Einen am 17.April 2011 in Portocolom der TriStar 55,5 und der TriStar 111. Hierbei handelt es sich um Triathlone, die den Sportlern alles abverlangen.
Der TriStar 55,5 besteht aus 0,5 km Schwimmen, dann folgt 50km Fahrrad fahren und zum Ende noch 5 km laufen. Bei dem TriStar 111 wird die gleiche Strecke, jedoch zwei mal hinter einander, zurück gelegt. Ein erstaunliches Event, sowohl für Athleten, als auch für die zahlreichen Zuschauer.
Das zweite sportliche Event nennt sich „Mallorca 312“ und findet am 30.4.2011 statt.
Hierbei handelt es sich um ein Radevent, bei dem man die komplette Insel umrundet und eine Strecke von 312km in insgesamt 14 Stunden umrunden muss.
Auch hier ist es möglich, sich als Amateur einzuschreiben. Wem dies jedoch zu anspruchsvoll ist, kann natürlich die Radfahrer am Rand der Strecke anfeuern.
Wer einen etwas ruhigeren Sport wie zum Beispiel Golf bevorzugt, wird sich hier auf Mallorca auch sehr wohl finden. Unter den etwa 10 Golfplätzen der Insel ist Einer schöner als der Andere. Oftmals wird der Golfplatz „Son Vida Golf“ als der Schönste Mallorcas genannt und als Mekka für Golfer bezeichnet.
Auch aus kulinarischer Sicht betrachtet ist Mallorca kaum zu überbieten. Es gibt auf der Insel viele Restaurants, in denen sich Sterneköche bemühen, ihren Gaumen zu verwöhnen. Und das gelingt ihnen auch immer wieder aufs Neue!

Freitag, 18. Februar 2011

Capdepera und seine Festung


Capdepera ist eine der 53 selbständigen Gemeinden der spanischen Baleareninsel Mallorca. Die Gemeinde Capdepera hat ungefähr 12.000 Einwohner, welche sich in der mallorquinischen Heimatsprache „Gabellí“ nennen.
Die Stadt Capdepera zeichnet sich durch mit Blumen geschmückte Natursteinhäuser und enge Pflastergassen aus. Auf dem 159 Meter hohen Puig de Capdepera nördlich oberhalb des Ortes erhebt sich die Burg aus dem 13. Jahrhundert. Dieses Bauwerk zählt zu den am besten erhaltenen Festungen Mallorcas. Während Ihres Urlaubs sollten Sie sich dieses Örtchen mit der alten Burg nicht entgehen lassen.


Die als „Festung“ bezeichnete ehemalige Stadtmauer von Capdepera gilt als kulturhistorische Hauptattraktion der Gegend. Ihr Grundriss ist dreieckig. Ein massiver Verteidigungsturm steht im Eingangsbereich. Das Portal stammt aus dem 16. Jahrhundert. Seitlich davon befindet sich ein kleinerer Verteidigungsturm. Von hier aus sind die Festungsmauern komplett begehbar. Die vormals innerhalb der Festung stehenden Wohnhäuser für die Siedler, die unmittelbar an die Mauern gebaut worden waren, wurden abgerissen. Das ehemalige Hauptportal in der Westecke ist nach Jaume I. benannt.
In der Nordecke befindet sich am höchsten Punkt der Anlage die Kapelle Nuestra Senyora de la Esperanza, die eine gotische Marienstatue beherbergt, über die eine Legende erzählt wird: Als Capdepera am Ende des 14. Jahrhunderts wieder einmal von Piraten angegriffen wurde, holten die Bewohner die Madonna zu Hilfe, indem sie sie aus der Kapelle mitnahmen und auf die Mauern stellten. Danach sollen die Angreifer auf wundersame Weise durch dichten aufsteigenden Nebel vertrieben worden sein. Seitdem heißen die Madonna und ihre Kapelle „Nuestra Senyora de la Esperanza“.

Außerdem beherbergt die Kapelle eine Christus-Statue aus Orangenholz, die ins 14. Jahrhundert datiert wird und vormals farbig gefasst war.
Falls sich Ihre Ferienwohnung in der Nähe dieser Kapelle befindet, sollten Sie sich diese auf jeden Fall auch einmal anschauen, denn das einst Verteidigungszwecken dienende Dach der Kirche (Schießscharten sind noch erkennbar) dient heute als Aussichtsterrasse auf das Meer hinaus nach den Cales de Capdepera und in die Serres des Llevant und bietet einen wundervollen Ausblick.

Dienstag, 25. Januar 2011

Ausstellung im Gran Hotel auf Mallorca: Jacques im Glück

Jacques-Henri Lartigue sah sich als Maler. Eine Ausstellung zeigt, warum er als Fotograf berühmt wurde.
Ein Glücksfall war Jacques-Henri Lartigue (1894-1986) in doppelter Hinsicht. Erstens, weil er es schaffte, ein glückliches Leben zu führen, obwohl er in eine Zeit der Krisen und Kriege hineingeboren wurde. Und zweitens für die Nachwelt: Der Franzose hielt mit einzigartiger Meisterschaft die schönen Momente einer zu Ende gehenden Epoche, einer verlorenen Welt fest, einer Zeitspanne zudem, die in den Archiven vor allem mit Kriegsbildern vertreten ist. Im CaixaForum (Gran Hotel) in Palma sind nur noch bis heute, 25. Januar 2011 eine Auswahl aus dem riesigen Lartigue-Archiv sowie einige seiner Kameras zu bewundern. 

Was Lartigues Fotos über andere private Schnappschüsse hinaushebt, ist das Auge des Künstlers. Der Franzose absolvierte zunächst eine Ausbildung als Maler und sah die Fotografie als privates Vergnügen. Erst 1962 wurde er vom Verantwortlichen für Fotografie des Museum of Modern Art (MoMA) in New York entdeckt. So spät der Durchbruch für den bereits 66-jährigen Lartigue kam, so blitzartig fand er dann statt: Zuerst druckte die Zeitschrift „Life" eine Reportage über seine Fotografien ab, kurz danach bekam er seine erste Ausstellung, gleich im namhaften MoMA, einem Nabel der Kunstwelt.
Lartigue war ein Jacques im Glück. Privilegiert von Kindes­beinen an: Der Vater war ein vermögender Bankier und schenkte dem kleinen Jacques (Henri fügte er seinem Namen erst an, als er berühmt wurde) seine erste Kamera, als er acht Jahre alt war, nämlich 1902. Ab diesem Augenblick kannte die Fotografierwut kein Halten. Seine Motive: Autorennen, elegante Damen, Menschen beim Spiel, beim Flanieren, am Strand, aber auch Flugpioniere, die während seiner Jugend in ganz Frankreich abenteuerliche Geräte bastelten und damit experimentierten. Lartigues Alben sind voller Dokumente gescheiterter Flugversuche – keine Tragödien, die Apparate kamen selten mehr als einen Meter in die Höhe, es war eine Zeit, als Abstürze noch zumeist mit Gelächter quittiert wurden.

Kritiker sagen, Lartigue halte mit seinen Bildern nicht in erster Linie die Schönheit oder den Moment fest, sondern die Zerbrechlichkeit des Glücks. Der „Hobbyknipser", der heute als einer der bedeutendsten Fotografen des 20. Jahrhunderts gilt, war sich der Vergänglichkeit der irdischen Seligkeit bewusst und verewigte sie in Tagebüchern und mit Fotos.

Um die 200.000 Aufnahmen sind erhalten geblieben, viele sorgsam bearbeitet und in Alben geordnet. 1974 wurde Lartigue vom damaligen Präsidenten Valéry Giscard d´Estaing beauftragt, das offizielle Porträt des Staatschefs anzufertigen. Daraus entwickelte sich eine Freundschaft. Noch zu Lebzeiten schenkte Lartigue sein gesamtes Foto­archiv dem französischen Staat.„Un mundo flotante. Fotografías de Jacques-Henri Lartigue", CaixaForum (Gran Hotel), bis 25. Januar 2011. Eintritt frei.

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Weihnachtskrippen auf den Balearen

Im Dezember und in der Weihnachtszeit herrscht auch auf den Balearen eine Zeit des Feierns, der Vorfreude und fröhlicher Traditionen. Eine der Traditionen sind die Krippen, die jetzt nicht nur daheim, sondern vor allem in Kirchen und öffentlichen Gebäuden aufgebaut werden.

'Belén' – Bethlehem also – nennt man im Spanischen jene Szenarien der Geburt Jesu, in deren Mittelpunkt in weiten Teilen der christlichen Welt die Figuren von Maria, Josef und dem Christkind stehen. Sie zu errichten und auszustellen, gehört in vielen Ländern zu den festen Traditionen der Weihnachtszeit, darunter etwa, Spanien, Frankreich, Italien, Deutschland, die Tschechei, Südamerika und die Vereinigten Staaten. Dabei handelt es sich in erster Linie um einen katholischen Brauch.

Aufgebaut wird die Krippe in der Vorweihnachtszeit, und zwar traditionsgemäß am Tag der Unbefleckten Empfängnis am 8. Dezember. Jetzt halten die Figuren der Jungfrau Maria und des Heiligen Joseph Einzug in die Krippe, umgeben von Schäfern, Ochse und Esel, hier zwischen Palmen und Sand, dort mit Fluss, Alpengipfeln und gar Schnee. Erst an Heiligabend am 24. Dezember wird die Figur des Jesuskinds in die Krippe gestellt, und am 6. Januar erreichen die Figuren der Heiligen Drei Könige den 'Belén'.

Seinen Ursprung hat dieser Brauch im 13. Jahrhundert in Italien. Dort wurde zwischen 1200 und 1226 erstmals ein Krippenspiel zu den Ereignissen rund um die Geburt Jesu veranstaltet. Seither ist es ein von der Kirche geförderter Brauch, Krippen in Gotteshäusern, daheim und an öffentlichen Orten aufzustellen um Glauben und Andacht zu stärken.

Auf Mallorca ist der Belén de Jesús de la Iglesia de la Anunciación hervorzuheben, der als älteste Krippe Spaniens gilt. Die Herkunft ist nicht sicher, doch man vermutet, dass sie zwischen 1460 und 1480 von den Alamanno angefertigt wurde, einer Neapolitanischen Künstler- und Bildhauerfamilie. Die Krippe steht beim Betreten der Kirche linkerhand in der ersten Kapelle. Mehrere fliegende Engel umgeben die Figuren Maria und Josephs (15. Jahrhundert) und des Jesuskinds (16. Jh.), andere spielen Instrumente wie Harfen, Flöten und eine Orgel, Cherubinen sind zugegen, ein Engel trägt ein Band mit dem Gloria.

Auf Menorca ist der Belén de La Salle in Alaior hervorzuheben: Eine große Installation, die eine typisch menorquinische Landschaft in Miniatur nachbildet, mit Trockensteinmauern, Holztoren an den Weiden, liebevoll ausgestatteten Häusern, rauchenden Schornsteinen, Flüssen und Brunnen – ja sogar Blitz und Donner eines Gewitters werden imitiert.

Auf Ibiza verdient die große Krippe besondere Erwähnung, die jedes Jahr in einem Zelt am Paseo de Vara de Rey errichtet wird. An ihr wirken Künstler und Krippenschnitzer aus ganz Spanien mit.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Weihnachten auf Mallorca

Wer die Feiertage von Weihnachten über Silvester bis zum Fest der Heiligen Drei Könige auf Mallorca verbringt, kann eine einzigartige Sinfonie aus spanischen Traditionen und internationalen Gebräuchen miterleben. Statt winterlicher Temperaturen kann man als deutscher Urlauber zu Weihnachten und Silvester auf Mallorca zur Abwechslung auch mal mit eher frühlingshaftem Wetter rechnen. Die richtige Witterung also für Weihnachtseinkäufe und gemütliche Stunden auf dem Weihnachtsmarkt in Palma de Mallorca.


Weihnachten



Tausende Lichter tauchen die Städte und Dörfer in strahlenden Glanz und stimmen auf eine fröhliche Weihnachtszeit ein. Was bei keinem mallorquinischen Weihnachtsfest (Navidad) fehlen darf, ist die Krippe. Sie zählt zu den wichtigsten spanischen Symbolen der Weihnachtszeit und wird traditionell in jedem Haushalt aufgestellt.

Auch die feierlichen Weihnachtskonzerte, die in der Kathedrale von Palma und im Auditorium stattfinden, sind eine wunderbare Einstimmung auf das Weihnachtsfest.Am 24. Dezember treffen sich nach alter Tradition Familien und Freunde nach einem üppigen Abendessen zur Mitternachtsmesse, der Misa del Gallo. In einigen Familien liegen bereits kleinere Geschenke unterm Christbaum, der mittlerweile auch auf Mallorca Einzug gehalten hat. Traditionell bringen die Weihnachtsgeschenke allerdings die Heiligen Drei Könige in der Nacht zum 6. Januar.
Das eigentliche Weihnachtsfest auf Mallorca beginnt am 25. Dezember, an dem sich alle Familienmitglieder zu einem ausgiebigen Mittagsmahl einfinden. Auf dem Tisch stehen verschiedene Braten, Eierspeisen und natürlich das klassisch gefüllte Spanferkel. Auch Süßigkeiten dürfen auf keinen Fall fehlen, allen voran Turrón, das in unzähligen Variationen angeboten wird.

Silvester


Die Tage bis zum 31. Dezember stehen auf Mallorca ganz im Zeichen der Familie, um die verbleibende Zeit bis zum Jahreswechsel gemeinsam zu verbringen. Am 28. Dezember wird es fröhlich: Der Día de los Inocentes beginnt, vergleichbar mit dem 1. April in Deutschland. Der Silvesterabend startet auf Mallorca mit Musik und grandiosen Feuerwerken, mit denen das neue Jahr (Año nuevo) begrüßt wird. Um Mitternacht versammeln sich viele Mallorquiner und Gäste vor dem Rathaus und zählen gemeinsam die Glockenschläge. Bei jedem Glockenschlag wird eine Weintraube verspeist, die für das kommende Jahr Glück verheißen soll.

Heiligen Drei Könige


Am 5. Januar ziehen die Heiligen Drei Könige (Reyes magos) auf Pferden oder in prächtig geschmückten Karossen durch die Straßen und werden mit großem Jubel willkommen geheißen. Bonbons und Naschwerk fliegen durch die Luft und es herrscht eine ausgelassene Stimmung. Der nächste Morgen, der 6. Januar wird von den Kindern das ganze Jahr herbeigesehnt, ist es doch der Tag, an dem sie ihre Weihnachtsgeschenke bekommen.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Salsa Mossona: ein weihnachtlicher Genuss auf Formentera

Überall geht die Weihnacht mit den Aromen traditioneller, jeweils typischer Spezialitäten einher, die von Generation zu Generation überliefert werden.

Sie verbringen Weihnachten auf Formentera, Mallorca oder eine der anderen Balearischen Inseln?

Die traditionelle Gastronomie Formenteras verwöhnt uns zu Weihnachten jedes Jahr aufs Neue mit einer für die Insel typischen 'Weihnachtssoße', der Salsa Mossona. Hauptzutaten sind Mandeln und Haselnüsse.

Die sollten Sie auf jeden Fall zu Ihrem Weihachtsurlaub probieren. Diese gehört einfach dazu.

Diese Soße serviert man zu Fisch oder Fleischgerichten wie etwa Sofrit Pagès (die 'Bauernpfanne' enthält verschiedene Sorten Fleisch und Kartoffeln), oder man genießt sie als Aperitif bzw. Zwischenmahlzeit, indem man sie auf Brot streicht. Im Gegensatz zur ibizenkischen Salsa de Nadal entfernt man auf Formentera nicht die Haut der Mandeln, die dann geröstet der Soße ihren charakteristischen dunklen Farbton geben.



Die Zubereitung ist sehr einfach: Mandeln, Haselnüsse und Pinienkerne in ausreichender Menge rösten und mit ihrer Haut zerstoßen, dann mit Hühnerleber und einer Prise Zimt vermischen.

In einem anderen Topf bereiten wir eine Hühnerbrühe zu und gießen sie durch ein Sieb. Die Mandel-Masse in die Brühe geben und auf kleiner Flamme rühren bis eine konsistent-cremige Konsistenz erreicht ist.